LESUNG„Berliner Manuskripte 3“ : Arbeit soll sich lohnen

Wer Bücher schreibt, arbeitet. Wer Bücher schreibt, verdient kein Geld, zumindest nicht in der Zeit, in der er oder sie schreibt. Ein guter Roman oder ein gutes Sachbuch brauchen Zeit, ein, zwei Jahre oder länger schreiben Autoren daran. Schwer genug ist es da, sich als hauptberuflicher Schriftsteller in dieser Zeit überhaupt finanziell über Wasser zu halten.

Aus diesem Grund gibt es Literaturpreise (über 1000 allein in Deutschland) und Literaturstipendien. Eines davon ist das Literaturstipendium des Berliner Senats, das einmal jährlich an 13 Autoren vergeben wird, im Wert von insgesamt 156 000 Euro. Dieses Jahr erhalten zwölf Stipendiaten ein sechsmonatiges Stipendium über 12 000 Euro (pro Monat 2000 Euro), zwei weitere Autoren, Falko Hennig und Robert Weber, teilen sich ein Stipendium für ihr gemeinsames Vorhaben einer Liebesbriefcollage. Die anderen zwölf Stipendiaten sind Tamara Bach, Thomas Donndorf, Saskia Fischer, Mathias Gatza, Alexander Gumz, Anne-Kathrin Heier, Alban Nikolai Herbst, Esther Kinsky, Svealena Kutschke, Tanjana Tsouvelis, Peter Wawerzinek (Foto rechts), Judith Zander (links). Wie es sich gehört, stellen sich die Stipendiaten immer auf einer Veranstaltung im Berliner Ensemble vor und lesen aus ihren eingereichten Arbeiten. So liest Judith Zander, die dieses Jahr mit ihrem Roman „Dinge, die wir heute sagten“ beim Bachmann- Wettbewerb in Klagenfurt war und auch für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde, aus Gedichten. Und wie bei Judith Zander ist 2010 auch das Jahr des Peter Wawerzinek: Sieger in Klagenfurt, gleichfalls Shortlist-nominiert für den Deutschen Buchpreis.Gerrit Bartels

Berliner Ensemble, So 7.11., 11 Uhr, 3 €

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!