LESUNGDie Brauseboys blicken auf 2013 zurück : Was bleiben wird

Alexander Leopold

Seit dem 12. Dezember sind die Herren von der Weddinger Lesebühne Brauseboys dabei, auf das Jahr 2013 zurückzublicken. Sie fragen: „Was bleibt? Was wird bloß für beendet erklärt? Was gehört endgültig auf den Schrott der Geschichte geworfen?“ Sie antworten: „Die eine Weltmacht fürchtet nichts so sehr wie ein paar Schwule, die andere Weltmacht nichts so sehr wie die eigenen Verbündeten“. Und sie versprechen einen Abend „zwischen Neuland und Land unter, zwischen Schneefall im März und dem Fall Snowden im Juli, zwischen Eurohawk und Champions League, zwischen Papst- und Bundestagswahl, zwischen Putins Hass, Obamas Freundschaft und Merkels Raute.“

Ja, es ist eine Menge passiert 2013, wie in den vielen, vielen Jahren zuvor auch. Tatsächlich ist die Frage „Was bleibt?“ eine der entscheidendsten am Jahresende. „Nicht viel“, weiß man darauf immer spontan zu antworten. Denn so ein Rückblick gestaltet sich stets schwierig: War da was, zum Beispiel im Literaturjahr 2013? Große Bücher, Literaturskandale, Bücher, die bleiben? Hm, kratz, grübel. Klar, beim Suhrkamp Verlag war eine Menge los, da gab es praktisch jede Woche einen Gerichtstermin, an dem sich Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwciz und der Suhrkamp-Gesellschafter Hans Barlach ihrer Feindschaft versicherten. Ja, und Terézia Mora gewann den Deutschen Buchpreis, David Wagner den der Leipziger Buchmesse, Alice Munro den Literaturnobelpreis und vieles mehr. Hat man dann mal angefangen, weiß man immer: Keine Atempause, Literaturgeschichte wird gemacht! Von wegen Schrott! Alexander Leopold

Comedy Club Kookaburra, Do-Mi 26.12.-1.1., Do-Sa 20.30 Uhr, So 16 und 20.30 Uhr, Mo 20 Uhr, Di 16 u. 19.30 Uhr, Mi 20.30 Uhr, 14/11 (Di 20/16) €

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