LESUNGSchweizer Verlage beim LCB-Sommerfest : Das Helle in den Bergen

Wenn die Rede auf die Literatur aus der Schweiz kommt, fallen jedem auch nur halbwegs Literaturinteressierten sofort zwei Namen ein: Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Vielleicht noch Robert Walser oder Hermann Hesse, der Schweizer Staatsbürger war, und ganz vielleicht Peter Bichsel, Marcus Werner oder gar ein Peter Stamm. Dann aber könnte es problematisch werden – und bei Schweizer Verlagen erst recht, den Kein & Abers, Nagel & Kimches oder Limmats.

Um die Schweizer Verlagsszene und auch eine jüngere, unbekanntere Literatur aus der Schweiz einmal einem größeren Publikum vorzustellen, lässt das LCB am Wannsee dieses Jahr sein traditionelles Sommerfest nicht nur von einem Verlag, sondern von vielen Schweizer Verlagen ausrichten, neben den genannten noch von Diaphanes, Dörlemann, Salis, NordSüd, Wörterseh, Edition Xanthippe und dem Rotpunktverlag. Da liest ein Autor wie Philip Tingler aus seinem „Leichter reisen“-Buch, Silvio Huonder stellt seinen Schauerroman „Die Dunkelheit in den Bergen“ vor, und Florian Werner erklärt, was Schüchternheit bedeutet.

Zudem wird einem großen Schweizer Kriminalautor gehuldigt: Friedrich Glauser, aus dessen Büchern Urs Schaub liest. Wie gewohnt gibt es nach den zwölf moderierten Lesungen auf der Terrasse des LCBs und unten in der Rotunde abends den Club im Literaturhaus, da legen die Kein-&-Aber-Autoren Florian Werner und Konstantin Richter Platten auf – vielleicht sogar von Schweizer Musikern wie Stephan Eicher (Grauzone, „Eisbär“) oder Dieter Meier (Yello, „The Race“). Gerrit Bartels

Literarisches Colloquium Berlin, Sa 18.8, ab 14.45 Uhr, 5/3€

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