Zeitung Heute : Leuchtende Möbel

Lichtskulpturen bestechen mitunter durch ihre bloße Anwesenheit

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Ist es nun eine Leuchte oder eine Skulptur? Oder beides? Der Name deutet auf die Zeit zwischen Tag und Nacht, Dämmerung, blaue Stunde, „Twilight 01". Die von Samantha und John RitschlLassoudry für Beolux entworfene Lichtsäule ist 188 Zentimeter hoch und hat einen geriffelten Korpus aus Kunstglas. Der Leuchtenkörper, 22,5 Zentimeter breit, 13 Zentimeter tief, ruht auf einer Bodenplatte aus mattem Chromstahl. Das Licht kommt aus je zwei Halogenleuchten zu je 50 Watt, die sich oben und unten gegenüberliegen. Sie lassen sich individuell dimmen. So kann die Säule mit vollen 200 Watt kristallartig strahlen oder durch stark gedimmtes Licht im Raum – ähnlich einer Lichtskulptur – Akzente setzen. Zusätzlich ist im oberen Ende der Leuchte ein Halogenstab (300 Watt) angebracht, der zur Decke hin indirektes Licht spendet.

So kann „Twilight 01" den Raum hell ausleuchten, aber auch atmosphärisches, stimmungsvolles Licht abgeben, das sich individuell regeln lässt. Diese Lichtsäule, die auch ausgeschaltet Akzente setzt, lässt sich sowohl im Wohnbereich als auch im Objektbereich einsetzen und verträgt den Kontrast zu einem klassischen Interieur.

Eine weitere Lichtskulptur aus dem Hause Beolux ist die Tischleuchte „Space", die wie ein Raumschiff aus einem Science-Fiction-Film zu schweben scheint. Die Illusion wäre perfekt – wären da nicht die beiden Drähte und die Stromzufuhr.

Der alufarbene Lampenkörper von fast einem Meter Länge und die vier eingelassenen Hochvolt-Halogenbrenner à 60 Watt verleihen dem ganzen Objekt, das nur sechs Zentimeter dick ist, den Anschein eines riesigen Raumschiffes, das allerdings von der Decke hängt, um einen langen Tisch hell oder stimmungsvoll auszuleuchten. Das Licht ist an einem Drehknopf des Leuchtenkörpers dimmbar. Die Intensität des Lichtes auf dem Tisch lässt sich noch durch die Höhenregulierung verändern. Entworfen wurde die Leuchte, die demnächst in den Handel kommt, von Heinrich Fiedler und Michael Raasch, die 1996 in Wiesbaden das Büro Fiedler & Raasch gegründet haben. R.B.

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