Zeitung Heute : Leyen fordert gesetzliche Frauenquote

Signalwirkung. In Fürstenwalde regeln künftig die ersten Ampelfrauen Brandenburgs den Verkehr. Foto: Patrick Pleul/ZB
Signalwirkung. In Fürstenwalde regeln künftig die ersten Ampelfrauen Brandenburgs den Verkehr. Foto: Patrick Pleul/ZBFoto: ZB

Berlin - Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich erneut dafür ausgesprochen, noch in diesem Jahr eine gesetzliche Frauenquote einzuführen. „Heute sind in den Vorständen der großen Unternehmen drei Prozent Frauen, in den Aufsichtsräten zwölf Prozent. In dem Schneckentempo können wir nicht weitermachen“, sagte sie dem Tagesspiegel. Die Forderung nach einer Frauenquote sei kein Nischenthema mehr. „Der Druck wächst“, sagte Leyen. „Neu ist, dass inzwischen Unternehmen ein Negativimage erwerben, wenn sie unfähig sind, gemischte Führungsgremien aufzustellen.“ An die Kritiker einer Quote in der schwarz-gelben Koalition appellierte die Ministerin: „Jeder sollte sich den guten alten Merksatz zu Gemüte führen: Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit – und die ändert sich gerade.“ Leyen sprach sich dafür aus, trotz des Widerstands der FDP einen Gesetzentwurf für eine Quote auf den Weg zu bringen. ce

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