Zeitung Heute : Liebesbeweise mit Erinnerungswert

Eva Neumann[dpa]
Es müssen keine Sträuße sein. Pflanzen im Topf sind auch Liebesbeweise. Foto: dpa
Es müssen keine Sträuße sein. Pflanzen im Topf sind auch Liebesbeweise. Foto: dpaFoto: dpa-tmn

Zum Valentinstag sind Sträuße oder einzelne Rosen natürlich der klare Renner unter den Liebesgrüßen. Doch es gibt auch blumige Alternativen mit Wurzel und einer Zukunft, wenn andere Pflanzen schon längst verblüht sind. „Im Vergleich zu Schnittblumen sind sie am Valentinstag zwar nur ein Randsortiment“, sagt Hans-Jürgen Weese vom Bundesverband der Einzelhandelsgärtner in Berlin. „Aber sie haben einen entscheidenden Vorteil: Sie machen deutlich länger Freude.“ Unter den blühenden Topfpflanzen bieten sich vor allem die frühblühenden Zwiebelgewächse an. Das liegt zum einen daran, dass für viele von ihnen jetzt ohnehin die Saison beginnt. Zum anderen strahlen sie mit ihrer Farbenvielfalt Fröhlichkeit und Lebendigkeit aus. Gemeinsam ist allen Frühblühern im Topf: Sind sie verblüht, können sie ins Freiland gesetzt werden – als Liebesbeweise mit andauerndem Erinnerungswert.

Ganz oben auf der Liste der Floristen findet sich die Tulpe. „Sie steht wie keine andere Blume für den Frühlingsanfang, für Leben und Fruchtbarkeit“, erklärt Nicola Fink vom Fachverband der Floristen (FDF) in Gelsenkirchen. „Im Orient wurde sie bereits im Mittelalter als besonders kostbare Blume geschätzt.“ Einfach oder gefüllt, gefranst oder mehrblütig – die erhabenen Blütenkelche gibt es in zahlreichen Formen, uni- oder mehrfarbig.

Ähnlich vielseitig und farbenfroh ist die Primel. Ob als winterhartes Gewächs oder als Becherprimel fürs Zimmer besticht sie durch ihre Leuchtkraft. Tausendschön und Narzissen, Perlhyazinthen und Krokusse, Schneeglanz, Winterlinge und elegante Iris erweitern die Auswahl unter den Frühblühern.

Einzeln im Topf machen die Zwiebelgewächse nicht wirklich viel her. Doch in einem größeren Gefäß oder in einer Pflanzschale lassen sie sich vielfältig gestalten, wunderbar untereinander kombinieren und in Szene setzen – vom Floristen oder, bei rechtzeitiger Planung, auch vom Hobbygärtner selbst. „Gerne werden sie mit naturhaften Accessoires wie Herzen aus Moos, Seide, Filz oder Holz dekoriert“, sagt Fink. Die kreative Verarbeitung in einem blühenden Arrangement vermittele dem Beschenkten „Da steckt viel Liebe drin“.

Rot ist die Farbe der Liebe. Im Frühblüher-Arrangement geht es aber meist bunter zu: Sonnig gelbe und intensive orange Blüten versprühen Herzenswärme und Energie oder helle Pastelltöne signalisieren zarte Gefühle. Und das satte Grün eines Moosbettes oder einer Efeuranke ist die Farbe des Lebens und der Fruchtbarkeit. Aber es gibt auch Zwiebelgewächse in den unterschiedlichsten Rottönen, vor allem Tulpen.

„Im Februar sind die ersten Begonien und Hortensien zu haben“, erweitert Gärtnermeister Weese die Palette schöner Liebesgrüße im Topf. Auch zartes Tausendschön, exotische Azaleen und natürlich die prunkvolle Amaryllis sind begehrte Liebessignale. „Besonders exklusiv und wertvoll sind Orchideen“, findet Fink. Eva Neumann, dpa

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