Zeitung Heute : Limettenblättersuppe

Von Holger Zurbrüggen

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Die Suppe ist schön erfrischend, wenn es warm ist. Wichtig ist, dass man dafür frische Limettenblätter nimmt, keine getrockneten. Aber die findet man in jedem Asialaden.

Für vier Personen braucht man 16 Blätter, damit die Suppe einen intensiven Geschmack kriegt. Dazu zwei Lorbeerblätter, ohne die geht bei mir ja nichts, zwei klein geschnittene Schalotten, einen Esslöffel Selleriewürfel als Würze und ein Zweig Minze, der gibt der Suppe Pfiff. Wer’s gern scharf hat, kann auch noch eine halbe Chilischote reintun. Das schwitze ich alles zusammen in Pflanzenöl an und lösche es ab mit 5 cl Weißwein oder Noilly Prat, das ist französischer Wermut, der gibt auch Saucen eine raffinierte Note. Dazu kommen noch 0,3 Liter Gemüsefond und 0,2 Liter Sahne. Das muss jetzt nur eine Weile vor sich hin köcheln. Danach schmecke ich die Suppe ab, mit dem Saft von einer Limette und Salz – Pfeffer lasse ich weg – und passiere sie durch ein Spitzsieb. Jetzt kann ich sie so servieren, wie sie ist, oder mit einer Einlage: gebratene Garnelen oder Scampi würden gut dazu passen, dann haben Sie eine richtig feine Vorspeise.

Holger Zurbrüggen ist Chefkoch im Louis im Hotel Steigenberger Berlin

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