LITERATUR : Späte Anerkennung

Lange hat es gedauert, bis der Einzelgänger Georg Elser endlich Anerkennung fand. 1999 erschien die Biografie von Helmut G. Haasis, die Elser erstmals umfassend würdigte. Jetzt ist das Buch in einer überarbeiteten Neuausgabe erschienen. („Den Hitler jag ich in die Luft.“ Edition Nautilus, 18 Euro)

Inzwischen sind in fast 30 Städten Straßen und Einrichtungen nach Georg Elser benannt. Seit kurzem gibt es auch in Berlin-Tiergarten ein Georg-Elser-Denkmal. Aus diesem Anlass haben Peter Steinbach und Johannes Tuchel einen großformatigen Band vorgelegt (Georg Elser, be.bra Verlag, 32 Euro). Er bietet einen Essay zur Rezeptionsgeschichte, der bei den nationalsozialistischen Deutungen des Attentats einsetzt, die von Gerüchten, Desinteresse und Missachtung gesäumten Irrwege der Nachkriegsjahrzehnte nachzeichnet, und bis zu den aktuellen Kontroversen reicht. Im Zentrum des Dokumententeils steht das Vernehmungsprotokoll von 1939.

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