LITERATURMATINEEDie Arbeitsstipendiaten des Senats stellen sich vor : Alimente für ein Dutzend

Noemi HahnemannD

Verglichen mit den Subventionen im Theater- und Musikbereich ist das, was Berlin für die Literatur tut, verschwindend wenig. Und doch kann man nur loben, was der Senat im Kleinen für die Schriftsteller tut – und dann manchmal zu sehr im Verborgenen. Die Kulturverwaltung tut also gut daran, ihre in aufwendiger Juryarbeit herausgefilterten Stipendiaten, die jeweils ein halbes Jahr lang mit monatlich 2000 Euro alimentiert werden, öffentlich vorzustellen. Das aktuelle Dutzend kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen – bei einer sonntäglichen Matinee in Zusammenarbeit mit dem Literaturforum im Brecht-Haus nun schon zum zweiten Mal im lichtdurchfluteten Foyer des Berliner Ensembles im ersten Stock.

Im Gespräch mit Ulrike Baureithel und Dieter Stolz präsentieren sich unter anderem der Lyriker Jan Wagner und der Literaturwissenschaftler und Essayist Michael Maar, die auf Deutsch schreibende chinesische Erzählerin Luo Lingyuan (Foto) und der aus Russland stammende Theatermann Alexej Schipenko. Man kann Bruno Preisendörfer – auch Autor des Tagesspiegels – begegnen und der Essayistin und Hörspielautorin Gisela von Wysocki, Jan Böttcher und Thomas Weiss, Ralph Hammerthaler und Jan Groh, Katja Oskamp und der bisher als Jugendbuchautorin hervorgetretenen Petra Kasch.

Und das ist noch nicht alles: Zwischen den Vorstellungsrunden sind der Pianist Max Doehlemann und der Trompeter Matthias Harig mit Jazzeinlagen zu hören – und dem Vernehmen nach soll es in den Pausen auch eine kleine Stärkung während dieses literarischen Mini-Marathons geben. Noemi Hahnemann

Berliner Ensemble, So 8.11., 11 Uhr, 3 €

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