Zeitung Heute : LKA Sachsen warnte Berlin vor V-Mann

Berlin - Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen hat die Berliner Polizei offenbar vor dem Neonazi Thomas S. gewarnt. Nach Tagesspiegel-Informationen hatten beim Anwerben von S. als V-Mann im November 2000 nicht nur Berliner Beamte rechtliche Bedenken, sondern vor allem sächsische Polizisten. Sie stuften S. offenbar als problematisch ein, schon weil davon auszugehen sei, dass man dem Spitzel keine Vertraulichkeit garantieren könne. Die sächsischen Beamten waren wohl davon ausgegangen, dass S. auch als Spitzel weitere Straftaten begehen wird, die man anderen Behörden gegenüber nicht unerwähnt lassen könne. Dies geht aus Berliner Polizeiakten hervor, die von Kennern eingesehen worden sind. S. war von Berliner V-Mann-Führern wie üblich volle Vertraulichkeit zugesichert worden. Inwiefern der Rechtsextreme aus Chemnitz während der zehn Jahre als V-Mann strafrechtlich aufgefallen ist, steht nicht abschließend fest.hah

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