Zeitung Heute : Lufthansa im Rechtsstreit unterlegen

Die Deutsche Lufthansa AG hat einen Provisionsstreit gegen eine deutsche Reisebürokette verloren. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs muss die Fluggesellschaft mehr als 67 500 Mark unter anderem an die Kooperation TourContact nachzahlen, wie ein Vertreter des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbands (DRV) jetzt mitteilte. Die Nachforderungen anderer Reisebüros dürften sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

Die Fluggesellschaft will allen Agenturen den entsprechenden Provisionsbetrag freiwillig nachzahlen. Der Rechtsstreit drehte sich um die "variablen Landegebühren": Im Preis für das Flugticket sind auch die Kosten für die Nutzung von Flughafeneinrichtungen wie Rolltreppen und Toiletten enthalten, die sich pro Passagier zwischen 6,50 und zwölf Mark bewegen. Von April 1996 an rechnete die Lufthansa diese Entgelte aus dem Ticketpreis heraus, so dass die Reisebüros für diesen Teil keine Provisionen bekamen. 1998 entschied das Düsseldorfer Oberlandesgericht dann, dass die variablen Landegebühren Bestandteil des Ticketpreises seien, der Bundesgerichtshof lehnte nun die Revision ab.

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