Zeitung Heute : Mac und Linux: Gut fürs Image, schlecht fürs Geschäft

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Auch wenn sich die MacUser für die letzten rebellischen Individualisten halten, können sie nur auf einen kleinen Teil der Computerspiele und Kindersoftware zugreifen. „Anders als beispielsweise in den USA verfügen die privaten Haushalte hierzulande nur äußert selten über einen Mac“, erklärt Sabine Brügel-Fritzen, die Lektoratsleiterin bei Terzio. „Der Marktanteil des Mac ist leider – im Vergleich zum PC – sehr gering, so dass sich eine separate Mac-Version für uns wirtschaftlich nicht trägt. Da wir bei unseren CD-ROM-Versionen aber mit dem Macromedia-Director arbeiten, ist es kein hoher zusätzlicher Aufwand, die Produktion für beide Systeme anzulegen.“ Doch es gibt noch andere Ausnahmen von der Regel. Auch Tivola brachte von Anfang an CD- ROMs heraus, die sowohl auf dem Mac als auch dem PC liefen. „Für uns sind Mac- User nach wie vor eine ernst zu nehmende Zielgruppe“, meint Tivola-Geschäftsführer Mil Thierig. Auch der Cornelsen Verlag bietet viele Scheiben, die auch Mac-tauglich sind, würde aber bei „deutlichen Mehraufwendungen“ darauf verzichten.

Damit sind die Mac-User immer noch in einer glücklicheren Position als die Linux- Welt, denn bis in die Kinderzimmer sind Linux-Rechner kaum vorgedrungen, so Brügel-Fritzen. Und Thierig ergänzt: „Wir denken zur Zeit ernsthaft über die Produktion für Linux nach, denn der Kostenaufwand ist nicht sehr hoch. Es wäre auf jeden Fall gut für unser Image.“ tfe

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