Zeitung Heute : Madonna, Sting, Windows XP

Kurt Sagatz

Seit Donnerstag ist das neue Microsoft-Betriebssystem Windows XP im Handel. Die offizielle Markteinführung der neuen Software, die als besonders stabil und benutzerfreundlich gilt, wurde mit einer großen Feier im Marriot Marquis Theatre am New Yorker Times Square begangen, bei dem der Musiker Sting ein Gratiskonzert gab. Für die viermonatige Werbekampagne, in die Microsoft 200 Millionen Dollar investieren soll, liefert Madonna mit "Ray of Light" den musikalischen Background. In überregionalen Zeitungen machte Microsoft bereits am Donnerstag mit ganzseitigen Anzeigen unter der Überschrift "Ab heute wird alles leichter" auf das neue Windows aufmerksam.

Das neue Windows-Betriebssystem vereint künftig die bislang getrennt entwickelten Produktlininen Windows 95/98/Me aus dem Consumerbereich mit dem im Profisegment genutzten Windows NT/2000. Privatkunden erhalten Windows XP als Home Edition für 254 Mark als Update-Version auf Windows 98 oder Windows Me. Nutzer von Windows 3.1 oder Windows 95 müssen für das neue System 489 Mark zahlen. Die Business-Edition von Windows XP für die professionellen Nutzer mit besonderen Funktionen unter anderem für die zentrale Administration der Software kostet 489 Mark als Update-Preis für bisherige Windows NT4/2000-Nutzer.

Während die Feierlichkeiten zum Windows-XP-Launch in New York von Chief Software Architect Bill Gates geleitet wurden, wurde der europäische Start am Donnerstag abend in München mit Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer gefeiert. Einen Run auf das Windows XP, wie es beim Start von Windows 95 in den USA gegeben hat, wird von Microsoft nicht erwartet.

Das neue Betriebssystem, das nicht mehr mit dem Uralt-Kern von DOS betrieben wird, gilt als absturzsicherer und stabiler als die privaten Vorläufer Windows 95/97/Me. Zudem wurde das optische Erscheinungsbild sowie die Nutzbarkeit der Funktionen verbessert. Vor allem der Umgang mit Multimedia-Komponenten wie MP3-Playern, Digitalkameras oder Camcordern wurde erleichtert, zudem lassen sich neue Techniken wie Funknetze einfacher integrieren. Insgesamt laufen 90 Prozent aller Desktop-PCs unter einer der bestehenden Windows-Varianten.

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