Zeitung Heute : Mäher stottern bei E 10

Den neuen Kraftstoff nicht zu lange im Tank lagern

Der neue Biokraftstoff E10 kann grundsätzlich zwar auch in Arbeitsgeräten wie Rasenmähern und Kettensägen verwendet werden. Er macht dort aber möglicherweise Probleme. „Entscheidend ist, dass die Leitungen und Materialien nicht von dem höheren Alkoholanteil angegriffen werden“, sagt Frank Volk vom TÜV Süd in München. Ähnlich wie bei Autos und Motorrädern sei das bei den meisten neueren Motoren zwar der Fall. Verbraucher sollten sich aber zur Sicherheit beim Hersteller erkundigen.

Viele Produzenten von Rasenmähern oder anderen Arbeitsgeräten mit Verbrennungsmotor empfehlen außerdem, E10 nur dann zu verwenden, wenn es neu gekauft und frisch in den Tank gefüllt worden ist. Denn der Biokraftstoff reagiere stärker als herkömmliches Benzin auf Einflüsse wie Licht und Temperatur und könne somit schneller unbrauchbar werden. Älter als 30 Tage sollte er nicht sein. „Das passt natürlich nicht zu der Art und Weise, wie solche Geräte normalerweise genutzt werden“, sagt Volk. Außerdem sollten auch Werkzeuge mit Motoren, die E10 grundsätzlich vertragen, nicht längere Zeit mit vollem Tank gelagert werden. Durch den höheren Ethanolanteil nehme E10 leichter Wasser auf, erklärt der Tüv-Experte. Das wiederum könne zur Korrosion von Leitungen und anderen Materialien führen.

Was noch zur Frühjahrskur des Rasenmähers gehört? Von Gras- und Schmutzresten befreien, Zündkerze reinigen und vor der ersten Inbetriebnahme den Ölstand überprüfen. Fehlende Schmierstoffe sind bis zur Markierung auf dem Ölmessstab nachzufüllen. Der erste Ölwechsel ist nach fünf Betriebsstunden notwendig, dann wieder nach jeweils 50 Betriebsstunden. dpa/wid

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben