Zeitung Heute : MAINSTREAM-TRASH

The Unborn

Horst E. Wegener

Casey zweifelt an ihrem Verstand. Denn ständig taucht vor der jungen Frau jener kleine Junge auf, der darauf pocht, geboren zu werden. Zudem machen ihr Albträume zu schaffen. Casey kommt ihrer Großmutter auf die Spur, und die alte Dame berichtet von früher. Als Kind kam sie mit ihrem Zwillingsbruder nach Auschwitz, sie fielen den Experimenten skrupelloser Nazi-Wissenschaftler zum Opfer. Die Erscheinung des Jungen hält die Holocaust-Überlebende für einen Geist, dessen Onkel in Auschwitz ermordet wurde. Auf eine plausible Story ist der Schocker nicht aus. Stattdessen zitiert „Blade“-Erfinder David S. Goyer eifrig Filme wie „Ring“, „Der Exorzist“ oder „Rosemaries Baby“ – ohne mit den Vorbildern je gleichziehen zu können. Dazu seelenlose Mimen, bekannte Schockeffekte, lachhafte Dialoge. Kino, wie es keiner mag.Horst E. Wegener

„The Unborn“, USA 2008,

86 Min., R: David S. Goyer, D: Odette Yustman, Gary Oldman

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