Zeitung Heute : Martin Kušej, Regisseur

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Sonne. Oder wenn

der Aufwecker mein Kind ist – zu jeder Stunde.

2. Zu Hause: Ausuferndes Kochen für Freunde.

3. An Oper: Das komplexe Phänomen Musik. Und dass morgens auf der Probe schon gesungen wird.

4. Am Inszenieren: Magische Augenblicke, die die

Beteiligten in eine andere Dimension befördern.

5. An der Liebe: Ihre allumfassende, dramatische,

unkontrollierbare, verschwenderische Energie.

6. An den Salzburger Festspielen: Das extrem hohe

Niveau der Künstler und der Gastronomie.

7. An Berlin: Charlottenburg.

8. An Deutschland: Die täglich gelebte Toleranz.

9. An meinem Leben: Alles. Wirklich alles.

10. Und sonst…: Alle Sportarten,

bei denen der Adrenalinspiegel hochschnellt.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Wenn es noch Nacht ist. Und jede Form von Düsternis, Frost, Einsamkeit.

2. Zu Hause: Topfpflanzen. Billiges Kochgeschirr.

3. An Oper: Der „passionierte Operngänger“.

4. Am Inszenieren: Die unbedingte, ausweglose,

tägliche Anwesenheitspflicht des Regisseurs.

5. An Österreich: Chauvinismus, Selbstmitleid,

unaufgearbeitete braune Vergangenheit.

6. An den Salzburger Festspielen: Neureiche Parvenüs, Boulevardjournalismus.

7. An Berlin: Das Wetter und die Kulturpolitik.

8. An Deutschland: Dass jede Innovation solange

hinterfragt und gegenanalysiert wird, bis sie tot ist.

9. An meinem Leben: Die Tendenz meiner Haare

zum Ausfall.

10. Und sonst…: Bornierte, ahnungslose Spießer als Kritiker, die leider immer das letzte Wort behalten.

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