Zeitung Heute : Max-Planck-Gesellschaft will Nachwuchswissenschaftler fördern

U.S.

Die Max-Planck-Gesellschaft will an ausgesuchten deutschen Hochschulen nach amerikanischem Vorbild internationale Graduate schools einrichten. Die Nachwuchswissenschaftler für diese Elite-Einrichtungen sollen aus aller Welt kommen. Die entsprechenden Stipendien werden international ausgeschrieben. Damit jedoch den Universitäten keine Konkurrenz durch die Graduate schools bei der Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses entsteht, sollen die Teilnehmer nur an der jeweiligen Universität promovieren dürfen. Diese Versicherung hat jetzt der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Hubert Markl, der Hochschulrektorenkonferenz gegeben.

Die Max-Planck-Gesellschaft strebt also kein eigenes Promotionsrecht an. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Landfried, teilte nach einem Gespräch mit Hubert Markl mit: "Das alleinige Promotionsrecht der Universitäten bleibt selbstverständlich unangestatet." Zurzeit gibt es zur Doktorandenförderung in Deutschland rund 300 Graduiertenkollegs. Diese werden nur an solche Hochschulen und Fachbereiche vergeben, die in der Forschung Herausragendes zu bieten haben. Damit die Nachwuchswissenschaftler sich ungestört der Promotion widmen können, erhalten die meisten Stipendien.

Während es bei den Graduiertenkollegs um die Förderung nationaler Nachwuchswissenschaftler geht, will die Max-Planck-Gesellschaft mit ihren Research schools internationale Spitzenbegabungen ansprechen und damit entsprechenden Einrichtungen in den USA in Harvard, Princeton oder am Massachusetts Institute of Technology Konkurrenz machen. Die Zahl der "International Max Planck Research Schools" in Deutschland soll deswegen eng begrenzt bleiben - die Hochschulrektorenkonferenz nannte etwa 12 mögliche Gründungen. Die Verbindung zwischen den deutschen Hochschulen und der Max-Planck-Gesellschaft könnten dadurch nur enger werden, erklärte HRK- Präsident Klaus Landfried.

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