Zeitung Heute : Medwedew distanziert sich von Assad

Moskau - Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist auf Distanz zu Syriens Staatschef Baschar al Assad gegangen. Dieser habe „einen schweren, vielleicht tödlichen Fehler“ gemacht, indem er bei politischen Reformen zu lange gezögert habe, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Sonntag aus einem Interview, das Medwedew beim Wirtschaftsforum in Davos dem US-Sender CNN gab. Die UN-Vetomacht Russland ist neben dem Iran der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung. Russland verhinderte im UN-Sicherheitsrat wiederholt eine Verurteilung des gewaltsamen Vorgehens von Assad gegen die Opposition. „Er hätte viel früher handeln müssen und die friedfertige Opposition, die zu Verhandlungen mit ihm bereit war, einladen müssen“, sagte Medwedew. Ihm scheine es so, als schwänden die Chancen für einen Verbleib Assads an der Macht. AFP

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