Zeitung Heute : Mehdorn hackt die Halle ab

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Der Lehrter Bahnhof wurde 1871 als Endpunkt der Strecke nach Lehrte bei Hannover eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde die Ruine 1959 abgetragen.

Seit 1998 entsteht der neue Hauptbahnhof. In 15 Metern Tiefe sollen neben der Fernbahn in NordSüd-Richtung die Züge der S 21 und der U 5 verkehren. In zehn Metern Höhe befinden sich die Bahnsteige in Ost-West-Richtung .

Vor Baubeginn musste zeitweise die Spree verlegt werden, neun Baugruben entstanden auf einer Fläche von 90000 Quadratmetern, das entspricht elf Fußballfeldern . Dabei wurden 1,5 Millionen Kubikmeter Erde ausgehoben und per Schiff abtransportiert. Mit Lastwagen hätte man eine 1300 Kilometer lange Karawane benötigt.

Für den Rohbau wurden eine halbe Million Kubikmeter Beton , genug für 65 Kilometer Autobahn und 85000 Tonnen Bewehrungsstahl gebraucht.

Die oberen Bahnsteige werden von einer 321 Meter langen und bis zu 67 Meter breiten Halle überspannt. Wegen der ungleichmäßigen Krümmung gleicht keine der rund 11000 Glasscheiben einer anderen.Geplant waren 430 Meter, Bahnchef Mehdorn ließ kürzen, aus Kostengründen und weil man fürchtete, der Bau würde nicht rechtzeitig fertig. Jetzt reicht das Dach nicht mehr ganz für einen ICE.

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