Zeitung Heute : Mehr Bürgersinn für Deutschland und Europa

Rolf Brockschmidt

Deutschland in der Krise, Deutschland im Reformstau, Schlusslicht in Europa. Uns geht es schlecht, aber wir jammern auf hohem Niveau. Und nun steht der 3. Oktober vor der Tür, der Tag der deutschen Einheit. Grund genug für den gemeinnützigen Verein Werkstatt Deutschland, mit einem Preis – der „quadriga“ – Mut zu machen, Bürgersinn zu zeigen, die Menschen wach zu rütteln. Grund genug auch, diesem Preis und seiner Idee eine Beilage zu widmen. Wir setzen uns mit den Deutschen und ihren staatlichen Feiertagen auseinander, stellen die Werkstatt Deutschland, „die quadriga“ und die Preisträger vor, schauen in der Bildgießerei Noack vorbei und lernen, wie solch eine komplexe Miniquadriga, die die Geehrten als Auszeichnung mit nach Hause nehmen dürfen, hergestellt wird.

Der 3. Oktober zwingt zur Bilanz. Wo stehen wir heute? Wo müssen wir hin? Wie viel Staat verträgt und wie viel Bürgersinn verlangt unsere Gesellschaft? Kennedy hatte in schweren Zeiten gesagt: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst“. Aber es geht nicht mehr nur um das Land. Sind wir uns unserer Verantwortung im größer werdenden Europa wirklich bewusst, tragen wir den neuen Verhältnissen genügend Rechnung und wissen wir, dass an unserem Schicksal auch unsere Nachbarn teilhaben – teilhaben müssen? Unsere Gastbeiträge zeigen, dass auch die europäischen Nachbarn ein vitales Eigeninteresse daran haben, dass dieses Land wieder in Schwung kommt – vielleicht ein Grund zum Nachdenken.

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