Zeitung Heute : Mehr Gäste in Berlin

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Berlin ist in der Welt beliebt: Knapp fünf Millionen Gäste aus dem In und Ausland haben im vergangenen Jahr die Hauptstadt besucht. Sie verbrachten insgesamt 11,33 Millionen Nächte in den Hotels der Metropole. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent. Mit nahezu 1,28 Millionen internationalen Gästen zählte Berlin gleichzeitig mehr ausländische Besucher als je zuvor, heißt es bei der Berlin Tourismus Marketing (BTM) zur Tourismusbilanz 2003. Bei den Besucherzahlen aus den USA mussten hingegen Rückgänge von 9,8 Prozent hingenommen werden. Dennoch komme der Tourismus nach zwei schlechten Jahren wieder ins Rollen.

Auch die Deutschen reisen gern in ihre Hauptstadt: 3,68 Millionen Menschen aus dem Bundesgebiet fuhren an die Spree. Das sind 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit sorgten sie bei den Übernachtungen für einen Zuwachs von 2,3 Prozent, die ausländischen Gäste bescherten eine Steigerung von 4,2 Prozent.

Während die Reisezurückhaltung langsam abnehme, sei die Ertragssituation in der Berliner Hotellerie jedoch unverändert unbefriedigend. Hohe Bettenbelegungen und betrieblich notwendige Umsätze würden schwieriger, meint BTM-Geschäftsführer Hanns Peter Nerger. Ursache sei vor allem das wachsende Hotelangebot in der Stadt. Die Übernachtungspreise sind in Berlin günstiger als in anderen europäischen Städten: 143 Euro zahlen Gäste hier durchschnittlich für eine Nacht – in Rom 210 Euro, in Paris 231 Euro und in London sogar 349 Euro.

Derweil zieht es immer mehr Berliner ins Umland, fand das Willy-Scharnow-Institut der Freien Universität heraus. Knapp 20 Euro gaben die Ausflügler am Tag durchschnittlich in Brandenburg aus, am liebsten in Potsdam, im Spreewald und in Rheinsberg. awü

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