Zeitung Heute : Mehr spachteln!

Der Tagesspiegel

Auf den großen F.K.Waechter geht eine einfache Erkenntnis zurück, wie mit den vermeintlichen Geißeln der Menschheit umzugehen wäre. „Hungerproblem gelöst!“, erklärte er einmal, „Einfach mehr spachteln!“ Ja, so kann aus dem Verhängnis auch gleich dessen Lösung erwachsen, wenn man nur ein wenig kreativ herangeht. Arbeitslosigkeit beseitigt! könnte es also heißen, einfach ranklotzen! Doch: In den USA gibt es solch ein Wunder. Die Leute vom Playboy haben jetzt den arbeitslosen Frauen des Enron-Konzerns eine Karriereperspektive eröffnet, die es ohne Konkurs nie gegeben hätte: Sie dürfen sich gegen Honorar fotografieren lassen. Alle? Nun ja, einige jedenfalls, jene, die im Bikini einigermaßen was hermachen. Nützt das, wenn es eng wird bei der Sparkasse, werden uns dann die schönsten Kassiererinnen gezeigt? Wer fotografiert die Holzmänner vom Bau und ihre prächtigen Muskeln im Bikini? Nein? Na, auch egal. Pausen sind hilfreich, sagt ein Hamburger Professor, um sich nicht zu verzetteln. Einfach faulenzen! heißt also das Gebot der Stunde. Und wenn einer mit der Kamera winkt: Fettes Honorar nehmen. Ist doch ganz einfach, nicht wahr?

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