Zeitung Heute : Mehr Stiftungen auch in Brandenburg

In Brandenburg gibt es derzeit 155 rechtsfähige Stiftungen, die sich unter anderem der Förderung von Kunst, Kultur und Bildung sowie sozialen, wissenschaftlichen und ökologischen Themen widmen. 23 davon wurden bereits vor dem Ersten Weltkrieg gegründet, darunter auch die Hoffbauer-Stiftung, die in diesem Jahr ihr 110-jähriges Bestehen feiert. Die meisten märkischen Stiftungen wurden nach 1990 gegründet. Elf neue Stiftungen kamen 2010 hinzu, so die Organisatoren des diesjährigen 4. Brandenburger Stiftungstages – die Hoffbauer-Stiftung, die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement, das Evangelische Institut für Kirchenrecht an der Potsdamer Universität und der Bundesverband Deutscher Stiftungen. Die Stiftungen widmen sich unter anderem der Förderung von Kunst, Kultur und Bildung oder dienen sozialen, wissenschaftlichen und ökologischen Zwecken.

Die älteste in Brandenburg ansässige Stiftung, das St. Georgen-Hospital zu Bernau, wurde vermutlich im Jahre 1328 von der Tuchmacher- und Gewandschneidergilde als Pest-Hospital gegründet. Die meisten Stiftungen in der Bundesrepublik sind in Westdeutschland angesiedelt.

„Zu DDR-Zeiten wurden die meisten historischen Stiftungen aufgelöst“, sagt Axel Halling, Projektreferent Stiftungsinitiative Ost im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Seit der Wiedervereinigung seien aber viele Altstiftungen wiederbelebt worden. „Daher lohnt auch in Ostdeutschland die kontinuierliche Information, wie die Veranschaulichung der Stiftungsarbeit anhand guter Beispiele aus der Region, etwa die Nationalparkstiftung Unteres Odertal, die Stiftung Friedliche Revolution Leipzig oder die Bürgerstiftung Dresden.“ Gleichwohl sei noch zu wenig bekannt über die Möglichkeiten, die Stiftungen bieten. dapd/epd/nik

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