Mein KUNSTSTÜCK : Die Kuh- Taktik

Anna Pataczek

Die Künstlerin lebt in Berlin – und in den Alpen. So steht es im Lebenslauf der Malerin Theresa Beitl. Wie passt das zusammen? Gar nicht, das ist es ja. Wie oft sehne ich mich – im Voralpenland aufgewachsen – in dieser Stadt nach glitzernden Gebirgsseen und beschaulichem Kuhglockenläuten. Vielleicht übertreibe ich es auch mit der Sehnsucht nach Alpenidylle. Aber wenn der Schmerz groß wird, trinke ich Tegernseer Hell, das ich beim Türken um die Ecke kaufe. Und dann überquere ich die fünfspurige Straße, rein in die Szene-Läden, Kunsträume, Off-Bühnen, Cafés. Die Stadt ist toll.

Theresa Beitl, geborene Berlinerin und teilweise in Österreich aufgewachsen, hat eine andere Taktik: Sie hat sich in ihrer Malerei den Kühen verschrieben. Regelmäßig fährt sie in die Berge, studiert dort die Tiere auf der Weide, genießt ihre Nähe. Ihre großformatigen Acrylbilder und kleinen Tuschezeichnungen von Eutern, Nüstern und Wimpern zeigt der Verein Berliner Künstler. Donna und Züesi, Rumba und Elvis porträtiert die Malerin mit kräftigen, pastös aufgetragenen Farben als sanfte Nutztiere und wilde Urviecher.

Verein Berliner Künstler,

bis 22.3., Di-Fr 15-19 Uhr,

Sa/So 14-18 Uhr

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