Zeitung Heute : MELODRAM

Der Uranberg

Markus Raska

Nachdem im TV die Verarbeitung deutscher Nachkriegsgeschichte in tränenreichen Melodramen um sich gegriffen hat, findet nun mit „Der Uranberg“ die Ost-Variante ihren Weg in die Kinos. Regisseur Dror Zahavi („Die Luftbrücke“) erzählt seine Liebes- und Familiengeschichte vor dem Hintergrund des atomaren Wettrüstens. Der Kriegsheimkehrer und Minenarbeiter Kurt verliebt sich in Lydia, die Tochter des russischen Bergwerkkommandanten Burski. Dessen oberster Befehl: Uran fördern für den Frieden. Alle Warnungen werden ignoriert, es kommt zum Grubenunglück. Burski steht vor der Entscheidung, das Bergwerk oder seine Tochter zu retten. Liebesfilm, Nachkriegsdrama, Familiengeschichte, Katastrophenfilm. Der Film kann sich nicht entscheiden, was er sein möchte. Routiniert. Markus Raska

D 2009, 90 Min., R: Dror Zahavi, D: Vinzenz Kiefer, Nadja Bobylev, Henry Hübchen

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben