Zeitung Heute : Menschen um Guido Westerwelle

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Gisela Piltz ist im selben Jahr wie Guido Westerwelle in die FDP eingetreten und stritt ebenfalls, zuletzt als stellvertretende Bundesvorsitzende, für die Jungen Liberalen. Jetzt ist sie Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Düsseldorf.

DER WEGBEGLEITER

Wolfgang Gerhardts Karriereschritte sind eng mit denen Westerwelles verknüpft. Als er 1995 zum FDP-Vorsitzenden und damit Nachfolger von Kinkel gewählt wurde, erhielt Westerwelle seine Bestätigung als Generalsekretär. Besonders bei dem Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft 1999 zogen Westerwelle und Gerhardt an einem Strang und distanzierten sich von ihrem ehemaligen Koalitionspartner, der Union. Gerhardt, der „Alleskönner“ geriet schon auf dem Nürnberger Bundesparteitag im Jahr 2000 unter Druck, den Vorsitz abzugeben und wich diesem erst ein Jahr später. Westerwelle und Gerhardt führten ein klärendes Gespräch, als dessen Konsequenz sich Gerhardt vom Parteivorsitz zurückzog.

DER WIDERSACHER

Jürgen W. Möllemann war innerhalb der Partei einer der größten Gegenspieler Westerwelles. Er war in Nordrhein- Westfalen überaus erfolgreich und machtbewußt. Allerdings konnte der streitbare Möllemann bei der Wahl zum Parteivorsitz 2001 gegen Westerwelle nicht gewinnen. Er erhielt 66,3 Prozent der Deligiertenstimmen – für Guido Westerwelle waren es 89,4 Prozent. Möllemanns Haltung zu Israel war es, die Westerwelle in Erklärungs- und Existenznot brachte.

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