Zeitung Heute : Merkel lehnt Aufnahme von Flüchtlingen ab

Nach der Revolte. Tausende Tunesier hoffen auf ein besseres Leben in Europa. Doch die Flüchtlingslager der italienischen Insel Lampedusa sind völlig überfüllt. Foto: Roberto Salomone / AFP
Nach der Revolte. Tausende Tunesier hoffen auf ein besseres Leben in Europa. Doch die Flüchtlingslager der italienischen Insel...Foto: AFP

Lampedusa/Berlin - Angesichts des Flüchtlingsdramas auf Lampedusa ist die Bundesregierung strikt gegen Italiens Vorstoß, Polizei aus EU-Ländern nach Tunesien zu schicken. Stattdessen müsse darüber gesprochen werden, wie der Rechtsstaat in dem nordafrikanischen Land gestärkt werden könne, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin. Nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali war die Zahl der Migranten aus Tunesien stark gestiegen, weil die Grenzen kaum mehr kontrolliert werden. In den vergangenen Tagen kamen mehr als 5000 Tunesier auf der kleinen Insel Lampedusa nahe Sizilien an.

Die EU unterstützt die Übergangsregierung in Tunesien mit 17 Millionen Euro Soforthilfe. Das gab die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Montag während eines Besuches in Tunis bekannt. Bis 2013 wolle die EU dem Land mit 258 Millionen Euro unter die Arme greifen. dpa/AFP

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