Zeitung Heute : Merkel: Obama nimmt Sorgen ernst

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt in der Spionageaffäre auf Deeskalation. „Ich bin dafür, dass wir erst einmal die Faktenlage klären“, sagte Merkel am Donnerstag im brandenburgischen Meseberg. Dabei verwies sie auf ein Telefongespräch, das sie mit US-Präsident Barack Obama geführt hatte. Ihr Eindruck sei, dass Obama die Sorgen in Europa „sehr ernst“ nehme. Sie selbst habe deutlich gemacht, dass das Ausspähen von EU-Einrichtungen nicht dem entspreche, „was uns als Freunde leiten sollte“. Nachfragen bei Regierungssprecher Steffen Seibert, ob es in dem Telefonat auch konkret um die Spionagevorwürfe ging und ob Obama diese bestätigen oder dementieren konnte, ließ er unbeantwortet. Ende kommender Woche wird, wie der Tagesspiegel aus dem Bundesinnenministerium erfuhr, auch Innenminister Hans- Peter Friedrich (CSU) direkt in die USA zu Gesprächen mit Regierungsvertretern reisen. ctr

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