Zeitung Heute : Merkel und Steinmeier streiten über Obama-Rede

Berlin - Der Berlin-Besuch des US-Senators und demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama hat einen offenen Streit in der Bundesregierung ausgelöst. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte am Mittwoch ablehnend auf Pläne Obamas, bei seinem eintägigen Besuch am 24. Juli eine Rede vor dem Brandenburger Tor zu halten. Merkel sehe einem möglichen Auftritt mit einem „gewissen Befremden“ entgegen, sagte Vizeregierungssprecher Thomas Steg. Die Kanzlerin habe nur „begrenztes Verständnis“ dafür, wenn das Brandenburger Tor zu Wahlkampfzwecken genutzt werde. Es komme auch kein deutscher Spitzenkandidat auf die Idee, etwa auf dem Roten Platz in Moskau eine Kundgebung abzuhalten. Für Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wäre eine Rede Obamas hingegen Ausdruck einer lebendigen deutsch-amerikanischen Freundschaft. Dies gelte sowohl für einen möglichen Auftritt Obamas als auch für eine denkbare Ansprache seines republikanischen Kontrahenten John McCain. „Befremden empfindet der Außenminister nicht“, sagte ein Sprecher. has

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