Zeitung Heute : Messesplitter: Neues aus der Branche

Mannesmann fehlt

Mannesmann ist nach der Übernahme durch den Mobilfunkkonzern Vodafone Airtouch nicht mehr als eigenständiges Unternehmen auf der Cebit vertreten. Eine Präsentation des Konzernvorstandes, die vorsorglich für Mittwoch anberaumt war, sagte das Unternehmen ab. Die Telekommunikationstöchter Arcor und D2 werden sich aber nach wie vor unter anderem mit Pressekonferenzen am Mittwoch und Donnerstag auf der weltgrößten Computer- und Telekommunikationsmesse präsentieren.

253 Berliner Unternehmen

Auf der Cebit werden sich 253 Unternehmen aus Berlin präsentieren. Das sind 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, wie die BAO Berlin Marketing Service GmbH am Mittwoch mitteilte. Im Rahmen des von der BAO organisierten Berliner Gemeinschaftsstandes stellen zwölf kleine und mittlere Unternehmen Technologien und innovative Anwendungen vor. In Berlin waren Ende des vergangenen Jahres rund 23 000 Menschen in 2100 Unternehmen dieser Branche beschäftigt. ADN

T-Mobil verkauft Dienste

Die Deutsche Telekom hat ihre Funkrufdienste Skyper, Cityruf und Scall an das Berliner Unternehmen e*message verkauft. Rückwirkend zum 1. Januar 2000 habe T-Mobil seine Funkruf-Tochter Q business information counter GmbH an die e*Message Wireless Information Services GmbH veräußert, teilte die Telekom-Tochter mit. Das Berliner Unternehmen werde erhebliche Investitionen vornehmen, um die auf professionelle Nutzer gerichteten Dienste zu festigen und zu erweitern.

Start im Ortsnetz

Mobilcom hat seine seit längerem angekündigte Offensive im Ortsnetz begonnen und attakiert so den bisherigen Monopolisten Deutsche Telekom. In acht deutschen Städten können sich die Kunden jetzt direkt an das Mobilcom-Netz anschließen lassen. Acht weitere Städte sollen bis Mitte des Jahres folgen. Das teilte die Mobilcom AG am Mittwoch mit.

Handelsplatz Internet

Bis zum Jahr 2003 werden in Europa über das Internet Geschäfte mit einem Wert von mehr als 500 Milliarden Euro (rund eine Billion Mark) getätigt werden. Das ergab eine Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens IDC, auf die der weltweit führende Chiphersteller Intel am Mittwoch hingewiesen hat. "Am meisten wird über den privaten Einkauf im Internet geredet, dabei macht dieser Bereich nur rund zehn Prozent des elektronischen Handels aus", sagte der Intel-Vizepräsident für E-Business Marketing, John Davis.

Deutsche starten durch

Jedes dritte Industrie-Unternehmen in Deutschland hat bereits ein E-Business-Projekt gestartet. Wie die Unternehmensberatung Mummert & Partner am Mittwoch berichtete, haben weitere 43 Prozent konkrete Pläne in der Schublade, die bis 2004 realisiert werden sollen. Das Internet halte damit Einzug in alle Betriebsbereiche: Von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb gebe es bald keine Abteilung mehr, die ohne Anbindung an die virtuelle Welt auskommt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter den 500 größten Industrieunternehmen durch Munnert & Partner.

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