MIETRECHT IN STICHWORTEN : Von Abstand bis Hundehaltung

Abstandszahlung...

Vermieter oder Vormieter dürfen von einem neuen Mieter weder eine Maklerprovision, eine Auszugsprämie oder eine Abstandszahlung fordern. „Ablösevereinbarungen“ sind möglich, etwa für eine übernommene Einbauküche zu einem „angemessenen“ Preis.

Balkone...

sind „Zimmer“ der Wohnung und können daher entsprechend genutzt werden: vom gemütlichen Kaffeetrinken bis zum Aufhängen (kleiner) Wäsche. Auch (selbst rauchende) Besucher dürfen empfangen werden, wenn es im zeitlichen Rahmen (meist: 22 Uhr) bleibt.

Eigentümerwechsel...

beeinflusst das Mieterverhältnis nicht: Der Mieter wird vom neuen Eigner zu den bisherigen Bedingungen des Mietvertrages „mitgekauft“. Das heißt aber auch: Der neue Vermieter kann unter denselben Voraussetzungen wie der alte etwa „Eigenbedarf“ anmelden.

Feuchtigkeitsschäden...

an Decken und Wänden sind Wohnungsmängel, die der Vermieter beseitigen muss. Sie berechtigen den Mieter zu einer Mietminderung. Bedingung ist aber : Die Ursache für den Schaden hat der Vermieter zu vertreten, nicht sein Mieter, etwa wegen ungenügender Lüftung.

Gärten...

sind mitvermietet und dürfen von den Mietern (fast) nach Belieben genutzt werden: bei Einfamilienhäusern grundsätzlich, bei Mehrfamilienhäusern je nach Mietvertrag. Der Vermieter darf die regelmäßige Gartenpflege als Betriebskosten umlegen.

Hundehaltung...

kann vom Vermieter von vornherein (im Mietvertrag) untersagt werden. Ist die Anschaffung „mit Zustimmung des Vermieters“ möglich, so darf er nur bei nachvollziehbaren Gründen ablehnen. „Hundebesuche“ von Verwandten oder Freunden sind stets erlaubt.

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