Zeitung Heute : Mit allen Mitteln

Vorpreschen in Sachsen – Rechenkünste in Brandenburg – Richtigstellung in Niedersachsen

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Sachsen. Der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hat Sorge, dass sein Land Sachsen bei der Verteilung der Fluthilfemittel zu kurz kommt. Das Geld sollte proportional zum Schaden aufgeteilt werden, forderte er. Dies gelte auch für Schäden an der Infrastruktur. Es dürfe nicht sein, dass aus den Fluthilfemitteln Schäden des Bundes zu 100 Prozent ausgeglichen würden, nicht aber die Schäden der Länder und Gemeinden.

Niedersachsen. Der niedersächsische Regierungschef Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, er unterstütze ausdrücklich das Finanzierungskonzept der Bundesregierung. Nicht gesagt habe er, er sei dafür, wie von der Union vorgeschlagen, die Bundesbankgewinne zu verwenden. Diese Sätze standen zwar im Manuskript seiner Regierungserklärung. Doch im Landtag hatte Gabriel sie weggelassen.

Brandenburg. Kein einziger Deich ist gebrochen, keine einzige Familie obdachlos geworden. Trotzdem meldete das hochverschuldete Land offiziell gut 250 Millionen Euro als Flutschäden an. Diese Summe ist höher, als die Schäden der Oderflut 1997. Damals jedoch waren mehrere Deiche gebrochen und ganze Ortschaften überschwemmt worden.

Mecklenburg-Vorpommern. Der Katastrophenfall wurde am Mittwoch aufgehoben. Nach Angaben der Landesregierung gab es keine größeren Flutschäden.

Sachsen-Anhalt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) versucht vor allem, die Moral der Bürger zu stärken und ihnen wieder Mut zu machen. „Niemand wird allein gelassen", sagte er. Wichtig sei es, mit Mut nach vorn zu schauen und sich nicht von Gerüchten verwirren zu lassen. „Jetzt wird das Land wieder aufgebaut.“ Die Flutschäden bei der Infrastruktur, der Wirtschaft und in der Landwirtschaft bezifferte der Regierungschef auf 4,6 Milliarden Euro. Auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Sachsen und Thüringen möchte er verbessern. Tsp

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