Zeitung Heute : Mit dem Gesicht des Range Rover

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So lange ist es eigentlich noch gar nicht her, dass Land Rover den Discovery überarbeitet hatte. So kam Anfang 1999 ein neues Modell, das optisch fast so aussah wie die bis dahin angebotenen Modelle, aber sich als 15 Zentimeter länger erwies und unter der Aluminiumkarosserie rundum erneuert zeigte. Das galt vor allem für das neu gestaltete Fahrwerk, wo die Mechanik einschließlich der Differenzialsperren von modernen elektronischen Systemen abgelöst wurde und den neuen 102 kW (139 PS) leistenden 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbodiesel mit Pumpe-Düse-Hochdruckeinspritzung. Nun hat Land Rover den 1999 so revolutionär veränderten Discovery, den Bestseller im Programm, erneut gründlich überarbeitet.

Diesmal fällt das bereits auf den ersten Blick auf. Denn der Discovery, der etwa im Juni kommt, trägt nun unverkennbar Züge der gerade erst eingeführten neuen Generation des Luxus-Off-Roaders Range Rover. Das gilt insbesondere für die Frontpartie, die nun ebenfalls das neue Land-Rover-Gesicht mit neuem Grill, Doppelscheinwerfern und überarbeiteten Stoßfängern mit integrierten Nebelscheinwerfern trägt. Am Heck wanderten die Blinker in die hochgesetzten, die Hecktür einrahmenden Leuchteneinheiten. Und eine neue Optik vermitteln auch mehrere neu gestaltete 16-Zoll- und 18-Zoll-Aluminiumräder. Im Innenraum des bis zu sieben Personen Platz bietenden Discovery gibt es zudem drei neue Farben.

Bei den Motoren bietet Land Rover die Wahl zwischen dem 136 kW (185 PS) leistenden Vierliter-V8-Benziner, der den Discovery bis zu 170 km/h schnell sein lässt, allerdings mit durchschnittlich rund 16 l/ 100 km auch recht durstig ist. Als sehr viel sparsamere im Durchschnitt um 10 l/ 100 km verbrauchende Alternative gibt es auch künftig den 102 kW (139 PS) leistenden Fünfzylinder-Turbodiesel Td5, der sein höchstes Drehmoment von 340 Nm bereits unterhalb der Marke von 2000/min liefert und wahlweise mit Schaltgetriebe oder Automatik kombiniert werden kann.

Beim auch weiterhin mit Starrachsen vorn und hinten ausgestatteten Fahrwerk, das ein neues Aufhängungslayout erhielt, setzt Land Rover auf die 1999 eingeführte Elektronik, die die bis dahin verwendeten mechanischen Differenzialsperren ablöste. Für die optimale Kraftverteilung auf die vier Räder in Abhängigkeit von den aktuellen Traktionsverhältnissen sorgt seidem das vollautomatische elektronisch gesteuerte Traktionssystem ETC (Electronic Traction Control) durch gezielten Bremseneingriff an jedem einzelnen Rad. Neu ist allerdings ein künftig auf Wunsch verfügbares sperrbares Mitteldifferenzial, mit dessen Hilfe der Discovery auch unter extremen Off-Road-Bedingungen mobil bleibt. Weiterhin zum Discovery-Fahrwerk gehört die Stabilitätskontrolle ACE (Active Cornering Enhancement). Mit mit ihr lässt sich trotz der für das Gelände hilfreichen weichen Radaufhängungen und langer Federwege sowohl an schrägen Hängen sowie insbesondere bei zügiger Kurvenfahrt auf ausgebauter Straße die Seitenneigung der Karosserie minimieren. Das geschieht, indem die Vorspannung der Querstabilisatoren durch elektronisch gesteuerte hydraulische Stellglieder der aktuellen Fahrsituation angepasst wird - ein erheblicher Zugewinn an Fahrsicherheit. Und weiterhin hilfreich beim Bergabfahren ist die Bergabfahr-Hilfe HDC (Hill Descent Control), die das Fahrzeug selbst auf schlüpfrigen Gefällestrecken mit maximal 7 km/h sicher in die Tiefe kriechen lässt - vollautomatisch und ohne dass man auf die Bremse treten muss. Ebenfalls angeboten wird die Hinterachs-Luftfederung SLS (Self Levelling Suspension) mit automatischer Niveauregulierung. Gründlich überarbeitete Bremsen, mit einem ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung kombiniert, runden die technischen Verbesserungen beim Fahrwerk des neuen Modelljahrgangs ab.

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