Zeitung Heute : Mit Energie reguliert

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Was wird heute wichtig?

Unter Kontrolle. Seit Monaten schon

leiden die Verbraucher unter den extrem hohen Strom- und Gaspreisen . Neben

der Teuerung an den internationalen

Energiemärkten ist der Hauptgrund dafür der schleppende Wettbewerb im Inland. Deshalb ist im vergangenen Sommer

die Bundesnetzagentur gegründet worden, um die Strom- und Gasmärkte strenger zu regulieren. Und am heutigen Donnerstag will nun Behördenchef Matthias Kurth sein weiteres Vorgehen vorstellen.

Bisher wird das Stromgeschäft von den vier Konzernen Eon, RWE, Vattenfall

und EnBW bestimmt: Sie kontrollieren

80 Prozent der Erzeugungskapazitäten, die Übertragungsnetze gehören ihnen sogar zu 100 Prozent. Zwar können die Verbraucher ihren Stromversorger wechseln – der neue Anbieter muss seinen Strom aber durch die Netze der etablierten der Branche leiten. Mit hohen Durchleitungsgebühren könnten die Konzerne ihre Wettbewerber also aus dem Markt drängen. Deshalb unterliegen die Netzentgelte der Kontrolle der Bundesnetzagentur. Es wird erwartet, dass sie die Gebühren zumindest teilweise senkt – für die Verbraucher würde Strom dann billiger.

Schwieriger wird es für die Behörde auf dem Gasmarkt . Hier gibt es für Privatkunden noch gar keinen Wettbewerb:

Sie sind an ihren örtlichen Monopolisten gebunden. Deshalb will die Netzagentur neuen Anbietern den Zugang zu den

Netzen der etablierten erleichtern. awm

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