Zeitung Heute : Mit flexibler On-Board-Reformierung

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Renault verstärkt sein schon seit 1992 bestehende Engagement auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Technologie. Dabei kooperiert der französische Konzern künftig besonders eng mit den beiden amerikanischen Unternehmen Nuvera und 3M sowie dem Mineralölkonzern TotalFinaElf.

Bei Renault ist man fest davon überzeugt, dass der Brennstoffzellenantrieb beim Verbrauch und den Emissionen deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren hat. Zusammen mit Nuvera hat man sich deshalb das Ziel gesetzt, bis 2004 ein leistungsfähiges On-Bord-Reformierungssystem auf den Weg zu bringen, das sich durch besonders hohe Flexibilität auszeichnet. Denn der für den Betrieb der Brennstoffzellen erforderliche Wasserstoff wird dabei je nach Bedarf aus Benzin, Diesel, Erdgas, Flüssiggas oder Ethanol gewonnen.

Darüber hinaus lässt sich dieser „Multi-Fuel“-Reformer für ganz unterschiedliche Einsatzzwecke nutzen. So versorgt er je nach Bedarf kleinere Brennstoffzellen-Einheiten für Neben- oder Hilfsaggregate oder große Blocks für den Fahrzeugantrieb. Zu den besonderen Vorzügen des Nuvera-Konzepts gehört auch der modulare Aufbau des Systems, der es möglich macht, einzelnen Baugruppen problemlos durch weiterentwickelte Komponenten zu ersetzen.

Die besondere Stärke des Partners 3M liegt in dessen umfangreichem Know-how für speziell beschichtete Kunststoffmembranen, die zu den Kernelementen jeder Brennstoffzelle gehören. Und von der Zusammenarbeit mit TotalFinaElf erwartet man sich weitere Aufschlüsse darüber, welcher Kraftstoff am besten für den Einsatz in Reformern für Brennstoffzellen geeignet ist. Das gilt sowohl für dessen Umweltaspekte als auch die Wirtschaftlichkeit. bori

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