Zeitung Heute : Mit Herz und Disziplin

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Branko Zebec

Als Spieler wie auch als Trainer eine Ausnahmeerscheinung, war es Zebec, der dem Hamburger SV und damit auch Felix Magath 1979 zum ersten Titelgewinn in der Bundesliga verhalf, weil er das Spielkonzept auf Raumdeckung umstellte. Branko Zebec galt als guter Psychologe und sensibler Mensch, wenn man ihm auch unterstellte, ein nahezu diktatorischer Trainer zu sein. Magath selbst sagte über seine Lehrer: „Der Vorteil von Trainern wie Branko Zebec und Ernst Happel war ihre kuriose Sprache. Die Spieler mussten sich stark konzentrieren, um zu verstehen, was sie meinten. Deshalb kam ihre Botschaft so gut rüber.“

DER GRANTLER

Ernst Happel verlangte als Trainer äußerste Disziplin – eine gute Schule für Felix Magath, den er beim HSV ab 1981 trainierte. Happel machte aus dem guten Team von Zebec eins von internationalem Rang. Hansi Müller sagte über die Parallelen zwischen Magath und Happel: „Bei Felix habe ich das Gefühl, dass er immer etwas bremst, wenn es gut läuft, und aufbaut, wenn es schlecht läuft. Er tut genau das Gegenteil von dem, was man erwarten könnte. Da entdecke ich schon ein bisschen den Ernst Happel. Ich glaube, da hat sich Felix einiges abgeschaut.“

DER BESTE

Felix Magath ist dafür bekannt, ich-bezogen zu sein. Er glaubt, im Grunde keine Berater zu brauchen. Er vertraut sich selbst – und scheint damit auch Erfolg zu haben.

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