Zeitung Heute : Mit langem Atem zur Langen Nacht des Shoppings

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Ginge es allein nach ihm, würde er die Lange Nacht des Shoppings bald drei bis vier Mal im Jahr veranstalten: Tommy Erbe, Geschäftsführer des Werbeteams Berlin, hat der Veranstaltung seinen Stempel aufgedrückt. Nun ist sie etabliert, zur Marke geworden – „gebrandet“. Initiiert als Protestveranstaltung, im Oktober 2000 erstmals veranstaltet, hat sie gewiss ihren Beitrag zur jüngsten Novellierung des Ladenschlussgesetzes geleistet.

„Der Wettbewerb wird nun größer werden“, sagt Erbe und sieht neue Aufgaben auf sich zukommen. „Der Druck auf den einzelnen Standort, mehr zu bieten, wird ja größer, nicht kleiner, wenn alle länger öffnen dürfen.“ Dies will, dies muss organisiert werden. Was für den einzelnen Standort gilt – längere Öffnungszeiten ziehen nur dann Kunden an, wenn möglichst alle Geschäfte ähnliche Zeiten haben – gilt unter dem Stichwort Kannibalisierung auch für den Wettbewerb der Einkaufsmeilen untereinander. „Das wird sich einspielen“, sagt Erbe, „es wird aber natürlich auch ,Verrückte’ geben, die einmalig drei Tage hintereinander länger öffnen und sonst nicht.“

Es ist vor allem die Gemeinsamkeit, die konzertierte und konzentrierte Aktion der Händler, die Erbe umtreibt. Auch wenn er es manchmal sicher gerne anders hätte, so haben ihn die vergangenen zwölf langen Shopping-Nächte Eines gelehrt: „Es geht nur über die Freiwilligkeit“.

Über die „Trittbrettfahrer“, die ihm ihren pekunären Beitrag zum Gelingen dieses erfolgreichsten Shopping-Events Deutschlands verweigern, darf er sich trotzdem ärgern. Bü.

Weitere Informationen unter:

www.werbeteam-berlin.de

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