Zeitung Heute : Mit neuem 24-Stunden-Weltrekord nach Tokio

ivd

Der Einstieg von Volkswagen in die Oberklasse mit der in Dresden gebauten Luxuslimousine D1 - der endgültige Name wird zur Werkseröffnung noch vor Jahresende bekannt gegeben - wirft große Schatten voraus. Und wie schon 1997 mit der ersten Studie eines W12 genannten Sportwagens nutzt Volkswagen auch diesmal die Tokyo Motor Show als Bühne, präsentiert mit dem W12 Coupé einen seriennahen Prototypen für einen der schnellsten Sportwagen der Welt. Angetrieben wird der Mittelmotor-Sportler mit Hinterachsantrieb von dem aus zwei schmalen V6-Motoren zusammengesetzten extrem kompakten Zwölfzylinder, der bereits bei Audi im A8 eingesetzt wird und mit einer Leistung von 309 kW (420 PS) und einem höchsten Drehmoment von 560 Newtonmetern auch das neue Top-Modell von Volkswagen antreiben wird. Und auch im gemeinsam mit Porsche betrieben Projekt für einen Hochleistungs-Geländewagen wird dieser Motor in der Volkswagen-Variante dieses Autos eingesetzt werden.

Im Supersportwagen W12 Coupé leistet diese Maschine allerdings 440 kW (600 PS) und liefert bei 5800/min ein höchstes Drehmoment von 650 Nm. Da überrascht es nicht besonders, wenn dieses Triebwerk den nur 1200 Kilo wiegenden Supersportler in weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und maximal auf mehr als 350 km/h bringt. Doch VW beschränkt sich nicht darauf, nur mit hochkarätigen Daten aufzutreten. Denn rechtzeitig vor dem Beginn der japanischen Autoschau hat man dieses Auto auf die süditalienische Hochgeschwindigkeitsstrecke in Nardo bei Lecce geschickt, um zu beweisen, dass er nicht nur schnell, sondern auch standfest ist. Das brachte gleich mehrere neue Weltrekorde. So legte das W12 Coupé binnen 24 Stunden 7085,7 Kilometer zurück - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 295,24 km/h. Damit wurde der bestehende Weltrekord - gehalten von einem Chevrolet Corvette LTS - um immerhin zwölf km/h verbessert. Und zugleich wurden zwei weitere Weltrekorde über 5000 Kilometer und 5000 Meilen eingestellt, dazu noch sechs internationale Klassenrekorde. Erreicht wurden diese Spitzenwerte mit einem W12 Prototypen, der dafür nicht speziell präpariert wurde und technisch dem in Tokio gezeigten Wagen entspricht.

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