Zeitung Heute : Mitsubishi Space Star: Turbodiesel mit Sport-Appeal

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Sportliche Autos müssen nicht unbedingt mehr einen Benzinmotor unter der Haube tragen. Denn immer öfter sind es heute Diesel, die mit flotten Fahrleistungen überraschen, die man früher nur von Hochleistungs-Benzinern erwartete. Ihr großer Vorzug sind die bei Dieselmotoren bereits bei extrem niedrigen Drehzahlen sehr hohen Drehmomente. Da lassen sich mit den richtigen Getriebeübersetzungen Fahrleistungen herausholen, die manchen flinken Benziner geradezu alt aussehen lassen.

Erst jüngst konnten wir berichten, wie flott wir den neuen Ford Mondeo mit seinem Diesel-Direkteinspritzer über südfranzösische Bergstraßen bewegten. Nun haben wir ein weiteres Beispiel. Denn rund um Zossen im Süden Berlins waren wir soeben mit einem neuen Mitsubishi-Diesel unterwegs, der schon in der Serienversion durch kräftigen Anzug und große Agilität gefiel. Das ist der kompakte Minivan Mitsubishi Space Star DI-D, der als dritte Motorversion im Space-Star-Programm einen direkt einspritzenden Turbodiesel unter der Haube trägt - ein Triebwerk übrigens, das Mitsubishi nicht selbst entwickelt hat, sondern das bei Renault entstanden ist und das nicht nur in den Autos mit den drei Diamanten, sondern auch in kleinen Volvos seinen Dienst tut.

75 kW (102 PS) leistet der 1,9-Liter-Vierzylinder mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung und einem mit einem Ladeluftkühler kombinierten Turbolader, der bereits bei 1700/min sein höchstes Drehmoment von 215 Nm bereitstellt und das bis 3250/min auf dieser Höhe hält. Das bedeutet viel Kraft in einem breiten Drehzahlbereich. Dementsprechend sind dann auch die Fahrleistungen. Denn schon beim ersten Tritt aufs Gaspedal überraschte dieses Auto durch seine flotte Gangart. 12,0 Sekunden reichen dem geräumigen Fünftürer für den Spurt auf Tempo 100 und erst bei 185 km/h steigt die Tachonadel nicht mehr weiter. Und besonders angenehm ist, dass man so gut wie nichts davon hört, dass man mit einem Diesel unterwegs ist. Nicht vergessen darf man das dann allerdings an der Zapfsäule. Hier hält dieses Auto eine weitere Überraschung parat. Denn für 100 Kilometer braucht es im Durchschnitt gerade einmal 5,5 Liter - ein wahrer Sparmeister also, der sich als geräumiges und komfortables Familienauto gerade auch für längere Touren empfiehlt.

Das unterstreicht die komfortable Ausstattung. Denn Mitsubishi bietet den DI-D ausschließlich in der Ausstattung Comfort an. Und das bedeutet als Serienausstattung unter anderem Klimaanlage, Servolenkung, höhenverstellbaren Fahrersitz, vier elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel sowie eine Zentralverriegelung mit Funk-Fernbedienung. Zur Sicherheitsausstattung gehören auch vier Airbags, fünf Kopfstützen pyrotechnische Gurtstraffer vorn und ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung für die Bremsanlage mit vier Scheiben.

Vom 10. März an wird man diesen flinken Diesel bei den Mitsubishi-Händlern finden, die ihn für einen Preis von 35 890 DM anbieten - und damit zum gleichen Preis, wie den Benzin-Direkteinspritzer 1,8 GDI Comfort mit 90 kW (122 PS). Damit setzt Mitsubishi seine Strategie, Benzin- und Diesel-Direkteinspritzer zum gleichen Preis anzubieten, wie das schon beim Pajero und beim Carisma geschieht, jetzt beim Space Star fort.

Neben der Serienversion stand als Einzelstück ein noch flotterer Diesel bereit. Denn der Mitsubishi-Tuner Ralliart Germany hat den Space Star DI-D auf dem Weg des - von Mitsubishi autorisierten - Chip-Tuning noch um einiges kräftiger und flotter gemacht. So lässt ein Rallitronic genanntes Zusatz-Steuergerät die Motorleistung von 75 kW (102 PS) auf 95 kW (129 PS) steigen und das maximale Drehmoment von 215 bei 1700 auf 285 bei 1740/min. Beim Tritt aufs Gaspedal gebärdete sich dieses tiefer gelegte Auto mit seinem extrem breiten und flachen Reifen der Dimension 225/35 ZR 17 auf Leichtmetallrädern wie ein kräftiger Sportler, der den Spurt auf Tempo 100 in rund 10,0 Sekunden schafft - genaue Werte lagen beim ersten Kennenlernen nicht vor. Als Höchstgeschwindigkeit werden 191 km/h erreicht.

Wem der Auftritt des von Ralliart getunten Space Star mit Aerodynamik-Kit und Nebelscheiunwerfern und dem höhenverstellbaren Gewindefahrwerk, mit dem das Auto zwischen 35 und 62 Millimeter tiefer gelegt werden kann, zu auffällig ist, kann die Leistungssteigerung auch bei dem normalen Serienmodell vornehmen lassen - für einen Aufpreis von 2400 DM. 2016 DM kostet das verstellbare Geländefahrwerk und 2890 DM der Radsatz mit Reifen 225/35, während man für 2290 DM eine Variante mit Reifen 205/40 bekommt. Und 1485 DM kostet das Aerodynamik-Kit. Mitsubishi wird die Ralliart-Version sowie die einzelnen Ralliart-Positionen zur Markteinführung des Space Star DI-D bereithalten.

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