Zeitung Heute : Mitten im Sommer

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Sonne ist schön. Wer möchte das bestreiten? Raus aus der Wohnung, ins Grüne, ans Wasser, ins Cafe oder in den Biergarten. Doch welche Faktoren sind es genau, die uns in Hochstimmung versetzen, wenn die Sonne – so wie am heutigen Montag – bis zu dreizehn Stunden lang scheint?

Ausgangspunkt aller Freuden ist das Sonnenlicht. Es wärmt nicht nur und schenkt uns hohe Temperaturen um 30 Grad, die die meisten von uns Mitteleuropäern noch als angenehm empfinden. Es stärkt auch unser Immunsystem. Dafür ist die UVStrahlung verantwortlich. Vitamin D – das unter anderem bei der Bildung von Knochengewebe benötigt wird – kann sich nur unter der Einwirkung ultravioletter Strahlen entwickeln. Wichtig ist allerdings die richtige Menge. So wie ein Übermaß an UV-Strahlung genau entgegengesetzt wirkt, nämlich den Körper angreift, so kann auch zu viel Vitamin D eher schädlich sein.

Die Sonne stellt auch unsere innere Uhr und sorgt dafür, dass „Wachmacher-Hormone“ wie Serotonin produziert werden. Gleichzeitig wird weniger Melatonin ausgeschüttet – ein Hormon, das die Müdigkeit verstärkt. So fühlen sich die Menschen unter dem Einfluss von viel Licht nicht so matt, sondern unternehmungslustig. Das ist gut für die psychische Konstitution. Auch die Lust auf Sex steigt im Sommer, denn mit der Veränderung des Melatoninhaushalts sind mehr Sexualhormone im Körper.

Vorsicht aber beim Flirt im Strandkorb: Zu viel Sonneneinstrahlung kann zu Sonnenbrand verursachen und Hautschäden hervorrufen. Die Haut hat ihren eigenen Schutzmechanismus: Wenn die UV-Strahlen auftreffen, entsteht der Farbstoff Melanin, der die Gefahr abblockt. Anfangs ist der Schutz aber noch zu gering. Erst im Laufe der Zeit baut er sich auf und verhindert, dass die UV-Strahlen zu tief eindringen und die Zellen schädigen.

Wenn es auch lästig sein kann, selbst das Schwitzen ist gesund. Zum einen werden Ablagerungen mit dem Schweiß herausgespült – der Körper reinigt sich also selbst von innen. Außerdem kühlt das Schwitzen, den Körper, wenn das Wasser verdunstet.

Flüssigkeit sollte dem Körper aber auch innerlich zugeführt werden – nicht durch Alkohol oder Kaffee, denn diese Getränke entziehen dem Körper wieder Wasser –, sondern in Form von kalten Kräutertees und stillem Mineralwasser. Mit dem Schweiß gehen nämlich auch viele Elektrolyte verloren.

Ein positiver Nebeneffekt des Sommers: Abnehmen ist bei der Hitze einfacher, schließlich ist der Appetit nicht ganz so groß. Die Umwelt freut’s, wenn der Bauch ästhetischer wird. Schließlich ist er sommers besonders gut zu sehen.

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