Zeitung Heute : Modell zu Finanzierung von ARD/ZDF

Statt Gebühren müssen die Bundesbürger in Zukunft für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk möglicherweise Steuern zahlen. "Zurzeit wird von Experten die Frage der Finanzierung für die Zukunft geprüft", sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), der auch die Rundfunkkommission der Länder führt, am Donnerstag. Dabei würden alle möglichen Lösungen untersucht, auch die Einführung einer Steuer. Der SPD-Politiker sagte, er selbst sei gegen eine Rundfunksteuer, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks müsse aber gesichert werden. Die Zeitschrift "TVneu" hatte berichtet, die Experten hätten die Einführung der Steuer vorgeschlagen. Nicht zuletzt deswegen, weil immer mehr Radio- und TV-Programme sind auch per Computer zu empfangen. Für diese Geräte besteht nach dem Rundfunkstaatsvertrag bis zum Jahr 2003 keine Gebührenpflicht.

Eine Umfrage von "TV Movie" ergab, dass mehr als zwei Drittel der Zuschauer - 69 Prozent - die geplante Gebührenanhebung um 3,33 Mark auf 31,58 Mark monatlich ab 2001 "etwas" oder "viel zu hoch" finden. Auf die Frage, worauf ARD und ZDF am ehesten verzichten könnten, nannten 49 Prozent der Befragten Serien und 48 Prozent Shows.

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