Zeitung Heute : Modern Talkin’

Tickets, Zeiten, Diskussionen: das 8. Art Forum Berlin

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Mit einer Vernissage von 16 bis 21 Uhr eröffnet heute das 8. Art Forum Berlin. Erstmals findet die auf 100 Aussteller reduzierte Messe für Gegenwartskunst allein in den historischen Messehallen von Richard Ermisch aus den Dreißigerjahren statt: eine Präsentation, die laut ArtForum-Chefin Sabrina van der Ley „Kunsthallen-Charakter“ haben soll. Erwartet werden Galerien aus 24 Ländern, 23 Aussteller kommen aus Berlin. Für das Publikum ist die Messe vom 1. bis 4. Oktober jeweils von 12 bis 20 Uhr, am 5. Oktober von 12 bis 18 Uhr geöffnet, die Tageskarte kostet 13 Euro, ab 17 Uhr werden Abendkarten für 9 Euro ausgegeben. Der Katalog (Weltkunst-Verlag) kostet 18 Euro, er widmet sich in diesem Jahr besonders den nordischen Ländern.

Das Rahmenprogramm der Kunstmesse widmet sich in diesem Jahr den Ländern Kanada, Australien und Slowenien, die jeweils auch mit mehreren wichtigen Galerien vertreten sein werden. In einer Talk-Lounge im Palais am Funkturm finden an den Messetagen jeweils öffentliche Diskussionen statt. Eröffnet wird der Reigen am Mittwoch um 15 Uhr von einem prominent besetzten Panel, das sich über „Utopien für Museen – Öffentlicher Auftrag – Private Sammel–Lust“ Gedanken machen wird. Mit dabei sind Kasper König, Direktor des Museums Ludwig in Köln, die Kölner Kunstsammlerin Sabine DuMont- Schütte, der Berliner Rechtsanwalt und Kunstsammler Peter Raue und Adrienne Goehler, die Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds. Immerhin werden in diesem Jahr 100 Sammler aus Europa, den USA und Südamerika in Berlin erwartet. Für sie stellt das „Collector’s Programm“ besondere Veranstaltungen zusammen.

Australien, das parallel mit einer Ausstellung „Face Up“ im Hamburger Bahnhof vertreten ist, steht im Zentrum der Diskussionen am 2. Oktober, einen Tag später geht es um die institutionelle Landschaft und die private Sphäre in Kanada. Die Diskussionen setzen die im Jahr 2000 begonnene Serie „Cities in Dialogue“ fort. Am 4. Oktober, 17.30 Uhr, steht die slowenische zeitgenössische Kunstszene auf dem Programm, mit dabei Galeristen, Kuratoren und Theoretiker aus Ljubljana und Berlin. Angesichts des diesjährigen Biennale-Booms mit Venedig, Istanbul und Lyon stellt die Abschlussdiskussion am 5. Oktober um 15 Uhr die Frage: „Biennale-Land oder realer Ort?“ Mit dabei sind Kuratoren aus aller Welt: Ute Meta Bauer, Documenta-Co-Kuratorin und künstlerische Leiterin der nächsten Berlin-Biennale, Isabel Carlos, Leiterin der Sydney-Biennale, Marta Kuzma von der Manifesta 5 in San Sebastian, Thierry Raspail von der Lyon Biennale und Viktor Misiano, Kurator der Moskau Biennale. Es moderiert der Kunstkritiker Thomas Wulffen. Tsp

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