Zeitung Heute : "Modernisierung und Verjüngung" der Programmformate und "weitere Herausbildung von Programmmarken"

Oliver Küch

"Zukunft programmiert." Unter diesem Motto steht der IFA-Auftritt und das neue ZDF-Programm, das der Mainzer Sender gestern in Berlin der Presse vorstellte. ZDF-Intendant Dieter Stollte zog selbst eine erfolgreiche Bilanz für seinen Sender und kündigte mit den Prgrammhöhepunkten der Saison 1999/2000 den Hauptkonkurrenten ARD und RTL den Kampf um die Spitzenquote an. "Wir kämpfen um den ersten Platz", sagte Stolte.

Dem ZDF sei es im ersten Halbjahr 1999 gelungen, mit einem Marktanteil von 15,8 Prozent in der Sendezeit von 19 bis 23 Uhr sich vor ARD und RTL zu platzieren. Betrachte man die gesamte Sendezeit, so belege das ZDF, einen "stabilen" dritten Platz. Diese Stellung gelte es zu halten, respektive weiter auszubauen, sagte Stolte. Schwerpunkte diesbezüglich seien die "Stärkung des Tagesprogramms von neun bis 17 Uhr", die "Modernisierung und Verjüngung" der Programmformate und die "weitere Herausbildung von Programmmarken".

Zu den neuen Sendungen, mit denen der Sender dieses Ziel erreichen will, zählt neben der wöchentlichen Talkshow "Berlin Mitte" mit Maybrit Illner (ab 14. Oktober) auch das Service-Magazin "Volle Kanne Susanne" (ab 30. August um 9 Uhr 03) und das Wochenendmagazin "TOP 7". Hinzu kommen laut Stolte auch neue Serien und zahlreiche Dokumentation und Reportagen wie etwa "100 Jahre - Der Countdown". Wie das ZDF allerdings das junge Publikum für sich gewinnen will, blieb weitgehend offen; abgesehen von dem Hinweis auf einige wenige jüngere Moderatoren und Darsteller wurde kein wirklich innovatives Konzept präsentiert.

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