Zeitung Heute : MÖCHTEGERN-SCHOCKER

Ein tödlicher Anruf

Horst E. Wegener

Keine schöne Nachricht: Man hört sich selbst auf seiner Handymailbox, bekommt die eigene Sterbezeit und den Ort präzise mitgeteilt – und zwei, drei Tage später ist’s um einen geschehen. Nachdem die Studentin Beth merkt, dass etliche ihrer Bekannten so ums Leben kamen, spricht sie bei der Polizei vor. Dort glaubt ihr natürlich niemand – außer Detective Jack Andrews, dessen Schwester unter ähnlich rätselhaften Bedingungen verstarb. Gemeinsam machen sich der Cop und die Studentin ans Ermitteln. Der Franzose Eric Valette startet mit diesem US-Remake des japanischen Kassenrenners „Chakushin Ari“ in Hollywood durch – und landet zielsicher auf dem Bauch. Er zeigt null Gespür für Spannung, Timing, Storyaufbau. Sein Möchtegern- Schocker taugt allenfalls als Einschlafmittel. Kino, wie es keiner mag. Horst E. Wegener

„Ein tödlicher Anruf“, USA/J/D 2008, 87 Min., R: Eric Valette, D: Shannyn Sossamon,

Edward Burns, Ray Wise

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