Zeitung Heute : Moleküle gibt’s

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Die in Fachkreisen meistzitierten Arbeiten Einsteins aus dem Jahr 1905 sind dem Laien am wenigsten bekannt. Sie betreffen die Existenz und Größe von Molekülen und Atomen, die damals noch ungesichert waren. Einstein knüpfte an Beobachtungen des Botanikers Robert Brown an. Der hatte unterm Mikroskop eine Zitterbewegung von Pollenkörnern in einer Flüssigkeit ausgemacht. Einstein deutete die plötzlichen Bewegungsänderungen als Stöße der Pollenkörner mit viel kleineren Flüssigkeitsmolekülen. Die Vorhersagen zur Wirkung solcher Zusammenstöße wurden bald bestätigt. Einsteins Theorie machte ihn zum Mitbegründer der statistischen Physik, die bis in die Chaosforschung, in die Analyse von Erdbeben oder Finanzmärkten hineinreicht.

Einstein zeigte, dass es Moleküle und Atome tatsächlich gibt. In einer weiteren Arbeit schätzte er allein aus den Eigenschaften der Flüssigkeiten ab, wie viele Moleküle darin umherschwirren und wie groß diese in etwa sind. tdp

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