Zeitung Heute : MORALKOMÖDIE

Noch tausend Worte.

Martin Schwarz
Foto: Bruce McBroom

Ein Eddie Murphy, der nicht reden darf – das stimmt einen doch optimistisch. Er gibt den windigen Literaturagenten Jack McCall, der für einen abgeschlossenen Vertrag so ziemlich jeden in Grund und Boden quatscht. Doch als er es mit einem indischen Esoterikguru (Cliff Curtis) zu tun bekommt, schießt in McCalls Garten plötzlich ein Baum aus dem Boden, der fortan bei jedem Wort, das der Labersack von sich gibt, ein Blatt verliert. Und wenn alle Blätter ab sind: Exitus. Vom Baum und vom Jack. Wenn Murphy nicht reden darf, grimassiert er – was keinen Deut besser ist. Und so kämpfen er und der Zuschauer sich durch eine komplett humorfreie Komödie, die zudem mit einer völlig verlogenen „Moral von der Geschicht’“ nervt. Denn was tut man nicht alles für den schnöden Mammon? Zum Beispiel schlechte Filme fabrizieren. Miserabel. Martin Schwarz

USA 2011, 92 Min., R: Brian Robbins, D: Eddie Murphy, Cliff Curtis, Allison Janney, Jordan-Claire Green

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