Zeitung Heute : Mord mitten in Wedding – zwei Tote Bewaffneter Täter nach Beziehungsdrama flüchtig

Berlin - Auf offener Straße sind am Donnerstag in Berlin-Wedding zwei Frauen erschossen worden. Die beiden sollen Mutter und Tochter gewesen sein und haben zusammen mit zwei weiteren Familienangehörigen in einem Auto gesessen. Ein junger Mann wurde durch die Schüsse schwer verletzt, eine 24-jährige Frau steht unter Schock. Der mutmaßliche Schütze, Mehmet Y., ein 25-jähriger Berliner türkischer Herkunft, flüchtete. Nach ihm wird auch mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos gefahndet, am Abend wurden Fahndungsfotos herausgegeben. Die Ermittler warnen aber die Bevölkerung, sich dem Mann nicht persönlich zu nähern, sondern die Polizei zu rufen.

Vorläufigen Erkenntnissen zufolge handelte es sich um eine Beziehungstat, der Ex-Mann soll aus Eifersucht gehandelt haben. Offenbar hatte sich die 24-jährige Frau, die in dem Wagen saß, vor Monaten von ihm getrennt. Der Tatverdächtige lauerte seinen Opfern kurz nach 10 Uhr an der Kolberger Straße Ecke Wiesenstraße auf. Während die Familie, auf die er es abgesehen hatte, in das Auto stieg, feuerte er zuerst auf die ältere der Frauen. Sie starb noch am Tatort. Danach schoss er mehrmals auf die anderen Insassen und flüchtete mit der Tatwaffe zu Fuß.

Vermutungen, er halte sich in einem dem Tatort benachbarten Haus auf, bestätigten sich nicht. Insgesamt sollen mindestens sechs, womöglich ein Dutzend Schüsse gefallen sein. Die Ex-Frau wurde nicht verletzt, sie steht aber unter schwerem Schock und wird in einem Krankenhaus versorgt. Die Polizei konnte durch Befragung der 24-Jährigen den Namen des mutmaßlichen Schützen ermitteln und leitete eine Großfahndung ein. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. tabu/bjs/hah/kög

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