MUSICAL„Jim Knopf und die Wilde 13“ : Leuchturm für Lummerland

Florian Kriener

„Vivat! Vivat! Vivat!“, ruft das Publikum immer, wenn König Alfons der Viertelvorzwölfte die Bühne betritt. Im Musical „Jim Knopf und die Wilde 13“ dient ein großes, aufgeschlagenes Buch als Kulisse. Jim und Lukas suchen den Scheinriesen, Herrn Tur Tur, denn Lummerland braucht einen Leuchtturm. Auf ihrer Reise reparieren sie den Gurumusch-Magneten, begegnen der Meerjungfrau Sursula Pitschi und treffen Nepomuk, den kleinen Drachen. Und dann wird Molly, Jims Lokomotive, von der Wilden 13 entführt!

Die Handlung des Musicals kann eigentlich nur der verstehen, der über Jim und Lukas genau Bescheid weiß. Oft sind die Übergänge sehr schnell, und es gibt viele Anspielungen, die man nur begreift, wenn man die Geschichte von Michael Ende aufmerksam gelesen hat. Die Musik hat mir gut gefallen. Sie ist, wie schon in dem Musical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, von Konstantin Wecker. Es wird gesungen, gerappt und getanzt. Auch das Publikum darf mitmachen. König Alfons der Viertelvorzwölfte sorgt dafür, dass alle einbezogen werden, wenn zum Beispiel der Wind blasen oder das Meer rauschen soll oder ein Vater als Postbote gebraucht wird. Ich glaube, Kindern von drei bis sieben Jahren würde dieses Musical gefallen. Schade finde ich, dass Lukas und Jim immer nur „klasse“ oder „cool“ sagen, wenn ihnen etwas gefällt. Da sind mir die Ausdrücke im Buch von Michael Ende lieber. Florian Kriener

Estrel Festival Center, Sa/So 16./17.2., 11 Uhr, 10-19,50 € unter Tel.: 68 31 68 31 o. www.stars-in-concert.de. Florian Kriener ist 11 Jahre alt und wohnt in Zehlendorf.

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