Zeitung Heute : MUSIKDOKU

Better Than Someting: Jay Reatard.

Mit 29 starb der Punkmusiker Jay Reatard elend an Alkohol und Drogen. Sein früher Tod wunderte niemanden, der Zeuge seiner selbstzerstörerischen Konzerte wurde. Der Zeitpunkt aber überraschte, denn im Jahr zuvor schien Reatard, der eigentlich Jimmy Lindsey hieß, einen gewissen Frieden gefunden zu haben. Freimütig erzählt er vom Scheitern seiner Bands, von seiner geliebten, aber dysfunktionalen Familie, seiner Crack-Sucht, seiner Bewunderung für Elvis. Schwer zu glauben, dass dieser sympathische Schluffi sich auf der Bühne in einen jähzornigen Berserker verwandeln konnte. Aber so war es, was zahlreiche Konzertausschnitte eindrucksvoll belegen. Das Geheimnis dieses Getriebenen, der ohne professionelle Infrastruktur Dutzende von Alben veröffentlichte, kann der ohne Kommentare auskommende Film nur bedingt lüften. Für Fans. Jörg Wunder

USA 2012, 89 Min., R: Alex Hammond & Ian Markiewicz

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben