Zeitung Heute : MUSIKKOMÖDIE

Einmal ist keinmal.

Jan Gympel

Konrad Wolf gilt als einer der bedeutendsten Filmregisseure der DDR. Werke von ihm wie „Der geteilte Himmel“, „Ich war neunzehn“, „Goya“ oder „Solo Sunny“ werden bis heute recht häufig gezeigt. So gut wie nie zu sehen ist jedoch der Erstling des 1925 geborenen Regisseurs. Mit „Einmal ist keinmal“ sollte Wolf, der hauptsächlich im sowjetischen Exil aufgewachsen war und in Moskau studiert hatte, zum Abbau des Unterhaltungsdefizits bei der DEFA beitragen. Der 1954/1955 entstandene Streifen ist denn auch vor allem eine knallbunte, nicht allzu fein- und tiefsinnige Mischung aus Heimat- und Schlagerfilm und handelt von einem Musiker, der in Klingenthal Urlaub macht. In der durch die Harmonikaproduktion berühmten Kleinstadt im Erzgebirge erlebt er allerlei rund um die Frauen und die Musik und entdeckt neben den Vorzügen der leichten Muse auch jene des Sozialismus. Jan Gympel

Bundesplatz-Kino, So/Mo 15.45 Uhr

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